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Hintergründe

Gentechnik: Leben aus dem Labor

Die Gentechnik hält seit über einem Jahrzehnt Einzug in der Landwirtschaft. Immer mehr Länder weltweit bauen auf immer größeren Flächen Pflanzen an, deren Erbgut gentechnisch verändert wurde: maßgeschneiderte Nutzpflanzen, die resistent sein sollen gegen Schädlinge oder Herbizide. Dadurch brächten sie bessere Erträge, argumentieren ihre Hersteller.

Sojapflanze. © agrarfoto.com / WWF
Sojapflanze. © agrarfoto.com / WWF

In riesigen Monokulturen wachsen vor allem Soja, Mais, Baumwolle und Raps. Oft fallen dabei Regionen zum Opfer, die zu den artenreichsten in der Welt zählen. Regenwälder, Savannen oder wertvolles Weideland müssen nur einer Handvoll von Sorten – meist gentechnisch verändert – weichen. Zudem besteht die Sorge, dass die Eigenschaften gentechnisch veränderter Pflanzen durch Pollenflug auf nahe verwandte Wildarten übertragen werden könnten und diese ebenfalls Resistenzen ausbilden. Welche Folgen das für die biologische Vielfalt haben könnte, weiß bislang niemand genau. Daher vertritt der WWF folgende Position:

Der Einsatz gentechnisch veränderter Organismen wird vom WWF weltweit weder befördert noch unterstützt. Der WWF setzt sich stattdessen für den Erhalt von gentechnikfreien Optionen für alle Agrargüter ein und fordert die Anwendung des Vorsorgeprinzips, wo immer auf der Welt gentechnisch veränderte Organismen eingeführt werden sollen. Aus diesem Prinzip heraus lehnt der WWF Deutschland gentechnisch veränderte Organismen in Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Fischerei ab, solange Schäden für Natur und Mensch nicht ausgeschlossen werden können.

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